ARABROT - Norwegian Gothic

ARABROT - Norwegian Gothic
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label: PELAGIC, April 2021, file: DarkWave / Gothic / NoiseRock / Sludge Metal / PostPunk... mehr
Produktinformationen "ARABROT - Norwegian Gothic"

label: PELAGIC, April 2021, file: DarkWave / Gothic / NoiseRock / Sludge Metal / PostPunk

ÅRABROTS‘s 9th full-length album Norwegian Gothic sees the band collaborate with Lars Horntveth (Jaga Jazzist), cellist Jo Quail, Tomas Järmyr (Motorpsycho), Anders Møller (Turbonegro, Ulver) and Massimo Pupillo (Zu). A stellar production by Jaime Gomez Arellano (Black Eyed Peas, Paradise Lost, Hexvessel, Oranssi Pazusu) makes this the quintessential ÅRABROT record, as guitarist and vocalist Kjetil Nernes confirms.

review BLACK Magazin (April 2021)

"Nichts anderes als der Höhepunkt des Schaffens der letzten zehn Jahre soll „Norwegian Gothic“ sein, das neue Album von Årabrot. Und man muss nicht in der umfangreichen Discographie der Band um Kjetil „Tall Man“ Nernes und seiner Partnerin Karin „Dark Diva“ Park Zuhause sein, um zu merken, dass es sich hier um einen solchen handelt.Um eins gleich zu klären: hinter dem Titel steckt weniger die Selbsteinordnung in die skandinavische Goth-Rock-Szene, sondern mehr die Orientierung am literarischen Genre der Southern Gothic. Das merkt man nicht nur am Cover-Artwork. Schon beim Opener „Carnival of Love“ drängt sich das staubige, tote Hinterland der amerikanischen Südstaaten auf. Mehr als einmal wird die Assoziation zu 16 Horsepower und Konsorten geweckt. Trotzdem ist „Norwegian Gothic“ kein reines Gothic Country-Album, sondern ein typisches Årabrot -Werk. Typisch in dem Sinne, dass es sich schwer in ein Genre einordnen lässt. Alle bekannten Versatzstücke von Noise Rock, Post-Punk, Sludge Metal (und ja, auch Gothic Rock) finden sich hier wieder und werden mit einer Energie transportiert, die einem Sandsturm gleicht.

Dass so viel Leben in ihrer Musik steckt, hat nicht nur mit dem gekonnten Verquicken all der vielfältigen Einflüsse zu tun, sondern auch mit der direkten Nähe des Todes. 2014 wurde bei Nermes Krebs diagnostiziert, während die Band sich gerade auf Tour befand. Mit diesem Wissen wurde trotzdem jeden Abend weiter performt. Das Rock ’n‘ Roll-Leben ist hier also mehr als bloße Phrase, sondern die totale Hingabe. Verständlich, dass man nach der Genesung erst recht etwas Großes abliefern wollte, nachdem man drei Alben unter diesem Damoklesschwert produziert hat.

Mit neuem Leben in den Adern lassen Årabrot „American Gothic“ aus dem Stall, ein rockiges, energetisches Kraftpaket, das kaum Zeit zum Verschnaufen lässt. Und auch wenn staubtrockene Gitarren-Stimmung überwiegt, musikalisch tun sich immer wieder neue Pfade auf. „This is the Night“  ist infernalischer Garage Punk, „Hounds of Heaven“ ein 12 Uhr Mittags-Duell zwischen den Swans und den Cramps, „Hallucinational“ kann als ein rundum gelungener Björk-Tribut durchgehen. Einer der ganz großen Höhepunkte ist indessen „Kinks of the Heart“, eine Weltuntergangsvision wie von einem wahnsinnigen Noise Rock-Wanderprediger (diese Assoziation kam dem Autoren dieser Zeilen übrigens vor der Sichtung des dazugehörigen Musikvideos).

„Norwegian Gothic“ ist kurz gesagt ein rundum gelungenes Album, leichter zugänglich als Werke wie „Solar Anus“ oder „The Gospel“, aber nichtsdestotrotz ein mitreißende Predigt voller düsterer Psalme. Und wie Nernes selbst sagt, ist die Scheibe nicht nur der Höhepunkt des bisherigen Œuvres, sondern auch ein Ausblick auf das zukünftige Schaffen der Norweger. Man darf also gespannt sein, was sich das Paar noch alles in ihrem Gotteshaus (ja, sie leben mit ihren Kindern wirklich in einer alten Kirche) ausdenken wird.  (M.Pfeiffer)"

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